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Anschaffung

Papageien – von dem ersten Wunsch bis zum Kauf

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Haltung und Pflege Verhalten

Freiflug ist kein Freigang

Manchmal unterliegen wir einem Denkfehler:
Wir stellen uns unter dem Zimmerfreiflug so etwas ähnliches vor wie einen Freigang, bei dem die Gefängnisinsassen ihre Zellen verlassen dürfen, um im Gefängnishof brav ihre 10 Runden zu drehen, ehe sie wieder in ihre Zellen zurückkehren (außer, es bietet sich ihnen eine Möglichkeit zur Flucht).

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Begriffe und Definitionen Verhalten

Der Zweck der Domestikation von Papageien

Welchen Zweck außer der Anpassung an die Bedürfnisse des Menschen hätte aber die Domestikation von Papageien?

Ursprünglich hatte der Mensch von der Haustierwerdung vor allem einen vierfachen Nutzen:

  • Nahrung  (Milch, Fleisch, Eier) Tatsächlich werden in manchen Ggenden der Welt Papageien gejagt, um sie zu essen. Der dem englischen Namen für den Wellensittich – Budgerigar – zugrundeliegende Aborigines-Begriff soll „wohlschmeckend“ bedeuten. Dennoch kann niemand behaupten, das eine Domestikation von Papageienarten zum Zwecke der Nahrunglieferung erfolgt.

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Verhalten

… dass eine Haltung niemals so gut sein kann wie das Leben in freier Natur?

Ist das wirklich so?
Andernorts wurde einmal die Frage gestellt, ob unsere Papageien, hätten sie die freie Entscheidung, das Leben in der freien Natur dem Leben bei uns Menschen tatsächlich vorziehen würden.
Instinktiv antworte ich da mit einem lauten ja!

Aber ist das bei näherer Überlegung wirklich so einfach?
Ist diese Auffassung nicht bereits eine Vermenschlichung?
Gehen wir da nicht von uns selbst aus, von unseren Begriff von Freiheit?

Gehen wir jedoch davon aus, dass Papageien „triebgesteuert“ sind und das ihnen menschliche Begriffe wie Freiheit nichts sagen, sondern dass sie vorrangig wie andere Tiere auch zum einem auf der individuellen Ebene an der Weitergabe ihrer Gene interessiert sind und auf der allgemeinen Ebene an der Erhaltung der gesamten Art.
Haben sie im Vergleich zu freilebenden Artgenossen dann nicht Vorteile durch die Haltung in Menschenhand?

Unter der Voraussetzung der Möglichkeit zur Fortpflanzung wäre das doch wohl zu bejahen:
Solche Vorteile wären das Fehlen natürlicher Feinde, ein ständiges Nahrungsangebot, ein ausreichendes Nistplatzangebot, keine „Naturkatastrophen“, sondern ein ausgeglichenes Klima, Behandlung bei Krankheit etc.
Vielleicht würden sich Papageien dann doch für die Haltung in Menschenhand „entscheiden“, soweit diese gewissen Anforderungen genügt und eben diese Vorteile bietet, und das heißt im gewisssen Sinne auch, das diese Haltung artgerecht sein muss.

Nur ein Gedankenspiel- wer weiß es schon?

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Verhalten

Nur Beobachter und Pfleger?

Die fünfte, aus den Kriterien des tiergartenbiologischen Ansatzes abgeleitete Forderung  – dass man als Besitzer nur als Beobachter und Pfleger fungiert – macht es notwendig, nochmals zu den Motiven und Erwartungen zurückkehren.
Wenn so oft von den Vorteilen der Außenvolierenhaltung die Rede ist und das sie artgerechter sei als die in der Wohnung stellt sich natürlich die Frage, warum man diese Haltungsform nicht wählt.

Natürlich gibt es da die offensichtlichen Gründe: man verfügt über kein eigenes Grundstück oder befürchtet Konflikte mit der Nachbarschaft auf Grund der Lärmentwicklung.

Oft sind es aber nicht alleine diese Gründe, die zu der Entscheidung für eine Wohnungshaltung geführt haben:
Für viele Halter ist es wichtig, die Tiere in ihrer unmittelbaren Nähe, in ihrem täglichen Lebensumfeld zu haben und nicht in einer vielleicht 30m entfernten Gartenvoliere, die man unter Umstänbden nur einige Stunden am Tag besucht.

Man wünscht sich, aus welchen psychologischen Gründen auch immer, eine engere Tier-Mensch-Beziehung.